Medienmitteilung des VSS vom 7. März 2014 Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) nimmt erfreut zur Kenntnis, dass der Bundesrat eine Übergangslösung für den europäischen Studierendenaustausch sucht. Dabei darf aber nicht vergessen gehen, dass die Hochschulen und Studierenden bereits heute vor Problemen stehen. Um diese zu lösen fordert der VSS den Bund auf, eng mit ihm zusammenzuarbeiten. Denn nicht nur die Finanzierung der Erasmus+-Projekte ist ein Problem. Der Studierendenaustausch basiert auf Verträgen zwischen den Hochschulen. In den letzten Tagen war immer wieder zu hören, dass ausländische Partneruniversitäten diese Verträge gekündigt haben und bereits geplante Auslandsaufenthalte wieder abgesagt werden mussten. Das Ausmass ist bisher unklar. Damit alle interessierten Studierenden von Erasmus+ profitieren können, ist es deshalb notwendig, dass sich der Bund auch in diesem Bereich einsetzt und schnell handelt. Von den momentanen Unsicherheiten sind die Studierenden stark betroffen. Für viele ist zur Zeit unklar, ob sie im akademischen Jahr 2014/2015 einen Auslandsaufenthalt absolvieren können. Ebenso steht heute die Finanzierung noch in den Sternen. Es gilt, so schnell als möglich sowohl die Finanzierung als auch die Vertragslage zwischen schweizerischen und ausländischen Hochschulen zu klären. Dass Erasmus+ den Schweizerinnen und Schweizern ein wichtiges Anliegen ist, zeigen die 18 000 Unterzeichnenden des Appells für einen offenen Hochschulraum (http://www.not-without- switzerland.org). Dieser wurde am Dienstag von zahlreichen Organisationen aus dem Hochschulbereich, darunter dem VSS, lanciert. Auf den Bundesrat kommt einiges an Arbeit zu. Um sicherzustellen, dass Schweizer Studierende auch in Zukunft vom europäischen Studierendenaustausch profitieren können, muss er eng mit den Betroffenen zusammenarbeiten. Die Sicherstellung der Finanzierung kann dabei nur der erste Schritt sein. Der VSS ist gerne bereit, sich in den Prozess einzubringen und mit dem Bund auf das gemeinsame Ziel, die Schweizer Teilnahme an Erasmus+ zu sichern, hinzuarbeiten.
Medienmitteilung
Erasmus+: Bundesrat muss schnell handeln!
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