Nein zur Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“!

< zurück zu allen Beiträgen

Medienmitteilung des VSS vom 31. Januar 2014 Am 9. Februar wird über die Initiative “Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache” abgestimmt. Die Initiative verlangt, dass die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch nicht mehr von der Grundversicherung gedeckt werden. In Zukunft sollen die Betroffenen selbst für einen Schwangerschaftsabbruch aufkommen. Dies würde gerade junge Menschen in Ausbildung und Studium besonders hart treffen. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) stellt sich klar gegen einen solchen Rückschritt in der solidarischen Kostenaufteilung von Schwangerschaftsabbrüchen und spricht sich für ein Nein zur Initiative “Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache” aus. Sollte die Initiative “Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache” angenommen werden, wird gerade jungen Frauen der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch erschwert. Die Privatfinanzierung würde das ohnehin schon kleine Budget von Studierenden noch mehr belasten oder sogar sprengen – es wird riskiert, dass Studentinnen mit ihrer Entscheidung alleingelassen werden und die Kosten für einen Abbruch alleine tragen müssen. Die Entscheidung für oder gegen ein Kind wird mit der Initiative vom Budget abhängig gemacht und nicht vom eigenen Kinderwunsch. Es zwingt Studentinnen, trotz Studium und knappem Budget, ein Kind zu bekommen oder aber einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Dies würde in keinem Fall eine freie Wahl darstellen. Gerade in der Phase des Studiums, in welcher die spätere berufliche Entwicklung und somit Lebensführung noch nicht oder nur teilweise angedacht worden ist, stellt eine Schwangerschaft die Studierenden vor eine schwierige Entscheidung. Die von den InitiantInnen angeführte Argumentation der Kostensenkung kann dabei nicht überzeugen: gegenwärtig machen Schwangerschaftsabbrüche gerade mal 0.03% der Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aus. Die Kosten der physischen und psychischen Folgen eines unsicheren Schwangerschaftsabbruchs würden diese um ein Vielfaches übersteigen. Die heutige Kostenübernahme durch die Grundversicherung, die zusammen mit der Fristenlösung im Jahr 2002 vom Volk angenommen wurde, hat sich bewährt. Sie garantiert den freien Zugang zur Gesundheitsversorgung und somit zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch. Deshalb setzt sich der VSS gegen eine Privatfinanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen und für die selbstbestimmte Lebensplanung der Studierenden ein.

Neues aus der Verbandsarbeit

Medienmitteilung

SOLIDARISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR STUDIERDENDE UND SCHÜLER:INNEN IN FRANKREICH

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) verfolgt mit Sorge den gewaltsamen Verlauf der aktuellen Studierendendemonstrationen in Frankreich. Der VSS solidarisiert sich mit den französischen Studierenden und fordert einen gleichberechtigten Zugang ...

Medienmitteilung

Ständerat sagt Ja zu Erasmus+! Starkes Zeichen für die Jugend und den Bildungsstandort Schweiz

Die Jugendorganisationen VSS-UNES-USU, DOJ, SAJV, USO, Intermundo, young european swiss und ESN Switzerland begrüssen den Entscheid des Ständerats für die Reassoziierung der Schweiz an Erasmus+ für 2027. Mit 23 zu ...

Medienmitteilung

Nationaler Studierendenverband VSS-UNES-USU und Open Access Vertretende fordern freien Zugang zu Studienliteratur

Nationaler Studierendenverband VSS-UNES-USU und Open Access Vertretende fordern freien Zugang zu Studienliteratur Wissenschaftliche Literatur ist die Grundlage jedes Studiums. Doch der Zugang zu öffentlicher Lehre und Forschung ist für Studierende ...

Werde informiert

Schreibe einen Kommentar

Book a Free, Personalized Demo

Discover how SimpliCloud can transform your business with a one-on-one demo with one of our team members tailored to your needs.