Revision des Aargauer Stipendiengesetzes

< zurück zu allen Beiträgen

Das neue Stipendiengesetz ist nicht vereinbar mit der Chancengerechtigkeit, deshalb empfiehlt der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) es zur Ablehnung.

Am 4. März 2018 entscheidet das Stimmvolk des Kantons Aargau über die Änderung des Stipendiengesetzes. Die Änderung wurde durch den Beitritt des Aargaus in das interkantonale Stipendienkonkordat notwendig. Ein an und für sich begrüssenswerter Schritt. Jedoch hat sich der Grosse Rat entschieden, zusätzlich zu den für den Beitritt notwendigen noch weitere Änderungen am Gesetz vorzunehmen. Nun soll ein sogenanntes Splittingmodell eingeführt werden. Hierbei würden Ausbildungsbeiträge (neu) zu zwei Dritteln als Stipendien und zu einem Drittel als zinsloses Darlehen an Studierende ausbezahlt werden. Ausserdem soll der jährliche Höchstbeitrag der Stipendien von CHF 17’000 auf 16’000 reduziert werden, und Doktorierende anstatt Stipendien nur noch Darlehen erhalten. Gemeinsam mit dem VSUZH und dem Dachverband der Aargauer Schülerorganisationen stellt sich der VSS aus folgenden Gründen gegen die Einführung dieses Modells:

  • Viele Studierende würden dann neben dem Studium arbeiten, anstatt sich zu verschulden. Das Splittingmodell wird für sie somit zu einer Verlängerung der Studienzeit führen. Für den Kanton entstehen hierdurch sowie durch die Darlehensbewirtschaftung Mehrkosten an Stelle der erhofften Einsparungen.
  • Es widerspricht der Chancengerechtigkeit, wenn ausgerechnet die finanziell schlechter gestellten Studierenden sich verschulden müssen.

Dieses Modell ist nicht vereinbar mit dem Ziel, Bildung für alle zugänglich zu machen. Es hält potentielle Studierende von einer Hochschulbildung ab und wirkt sich daher sowohl auf den Wohlstand der Betroffenen als auch auf die Wirtschaft des gesamten Kantons negativ aus. Die stärkere Fokussierung auf Darlehen ist ein Schritt in die falsche Richtung. Die Opportunitätskosten eines Studiums sind hoch, da während der Studienzeit auf Einkommen verzichtet wird. Die Studierenden dürfen nicht für die Sanierung des Staatshaushaltes aufkommen. MM zur Revision des Aargauer Stipendiengesetzes

Neues aus der Verbandsarbeit

Stellungnahme

Projet de modification de la loi sur les langues

L’Union des étudiant-e-s de Suisse (UNES) a pris connaissance avec beaucoup d’intérêt du projet de modification de la loi sur les langues, et accueille celui-ci favorablement. En tant qu’organisation faîtière ...

Resolution

Berücksichtigung der Geschlechtsidentität und Anerkennung des (Vor-)Namens an Hochschulen

Die Berücksichtigung der Geschlechtsidentität und die Anerkennung des (Vor-)Namens sind zentrale Voraussetzungen für einen diskriminierungsfreien Hochschulalltag. Der VSS fordert entsprechende Anpassungen in den administrativen Verfahren, um eine einfache, schnelle und ...

Medienmitteilung

Teurer studieren? Neuste Zahlen zeigen den schweizweiten Druck auf die Studiengebühren

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) veröffentlicht erstmals umfassende Daten zur Entwicklung der Studiengebühren an Schweizer Hochschulen sowie aktuelle Einschätzungen der Hochschulen zu Erhöhungen der Studiengebühren in Zusammenhang mit dem ...

Werde informiert

Schreibe einen Kommentar

Book a Free, Personalized Demo

Discover how SimpliCloud can transform your business with a one-on-one demo with one of our team members tailored to your needs.