Ständerat verhindert erneut die Harmonisierung der Stipendien

< zurück zu allen Beiträgen

Medienmitteilung des VSS vom 15.09.2014Der Ständerat hat heute über den indirekten Gegenvorschlag zur Stipendieninitiative debattiert. Er folgte nicht dem guten Beispiel des Nationalrates und verkannte die Notwendigkeit, die Stipendienhöhe zu vereinheitlichen. Der Gegenvorschlag besteht somit lediglich aus einigen formalen Kriterien, stellt jedoch keine wirkliche Verbesserung dar. Eine tatsächliche Harmonisierung auf Bundesebene bietet einzig die Stipendieninitiative des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS).

Der Handlungsbedarf ist unumstritten. Zwischen den Kantonen gibt es erhebliche Unterschiede bei den Kriterien für den Zugang zu und die Bemessung der Stipendien. Die heutige Regelung ist unfair, weil die Nidwaldner Studentin eine viel kleinere Chance auf ein Stipendium hat und viel weniger Unterstützung bekommt als der Waadtländer Student, auch wenn sie an der gleichen Berner Fachhochschule studieren und ihre Familien gleich wenig Geld haben. Die Stipendieninitiative des VSS will diese Missstände beheben. Für alle Personen in der höheren Berufsbildung, an einer Fachhochschule, einer ETH oder einer Universität sollen dieselben Regeln beim Zugang zu Stipendien und Darlehen gelten. Weshalb sich das Parlament gegen diese Forderung stellt ist unverständlich. Der indirekte Gegenvorschlag wird dieses Ziel nicht erreichen. Nach mehreren Veränderungen haben wir heute einen Gegenvorschlag mit einem einzigen Element, das eine gewisse Harmonisierung ermöglichen würde: Die Festsetzung der Mindesthöhe für ein volles Stipendium. Der Nationalrat beharrt zu Recht darauf, diese Bestimmung ins Gesetz aufzunehmen – im Gegensatz zum Ständerat, der sie immer noch streichen will. Die unfairen Unterschiede zwischen den Kantonen bleiben damit bestehen. Seit über 50 Jahren fordert der VSS vom Parlament, die Harmonisierung in die Hand zu nehmen und das ungerechte Stipendienwesen konkret zu verbessern. Es ist Zeit, diese Forderung der Studierenden endlich zu erfüllen. Der VSS bittet den Nationalrat seiner Linie treu zu bleiben und sich nicht vom Ständerat beirren zu lassen. Die Schweiz muss die Stipendien harmonisieren, um Fairness beim Zugang zur Bildung herzustellen – weil Ausbildung Zukunft schafft! Für weitere Informationen steht Ihnen die Geschäftsleitung des VSS gerne zur Verfügung.

Neues aus der Verbandsarbeit

Medienmitteilung

SOLIDARISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR STUDIERDENDE UND SCHÜLER:INNEN IN FRANKREICH

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) verfolgt mit Sorge den gewaltsamen Verlauf der aktuellen Studierendendemonstrationen in Frankreich. Der VSS solidarisiert sich mit den französischen Studierenden und fordert einen gleichberechtigten Zugang ...

Medienmitteilung

Ständerat sagt Ja zu Erasmus+! Starkes Zeichen für die Jugend und den Bildungsstandort Schweiz

Die Jugendorganisationen VSS-UNES-USU, DOJ, SAJV, USO, Intermundo, young european swiss und ESN Switzerland begrüssen den Entscheid des Ständerats für die Reassoziierung der Schweiz an Erasmus+ für 2027. Mit 23 zu ...

Medienmitteilung

Nationaler Studierendenverband VSS-UNES-USU und Open Access Vertretende fordern freien Zugang zu Studienliteratur

Nationaler Studierendenverband VSS-UNES-USU und Open Access Vertretende fordern freien Zugang zu Studienliteratur Wissenschaftliche Literatur ist die Grundlage jedes Studiums. Doch der Zugang zu öffentlicher Lehre und Forschung ist für Studierende ...

Werde informiert

Schreibe einen Kommentar

Book a Free, Personalized Demo

Discover how SimpliCloud can transform your business with a one-on-one demo with one of our team members tailored to your needs.