Teurer studieren? Neuste Zahlen zeigen den schweizweiten Druck auf die Studiengebühren

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Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) veröffentlicht erstmals umfassende Daten zur Entwicklung der Studiengebühren an Schweizer Hochschulen sowie aktuelle Einschätzungen der Hochschulen zu Erhöhungen der Studiengebühren in Zusammenhang mit dem Entlastungspaket (EP27). Die Ergebnisse zeigen: Die Studiengebühren sind in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen und unterscheiden sich heute stark zwischen Hochschulen und Studierendengruppen (Bildungsin- und ausländer:innen). Während einzelne Hochschulen Erhöhungen derzeit ablehnen, bleibt die Entwicklung vielerorts offen. Gleichzeitig zeichnen sich finanzielle Engpässe ab, die zu Budgetanpassungen und Sparmassnahmen führen dürften.

Die neuste VSS-Umfrage zeigt: Die Studiengebühren sind in den letzten 20 Jahren an der Mehrheit der Schweizer Hochschulen kontinuierlich gestiegen und das deutlich stärker als die allgemeine Teuerung. Während diese bei rund 9% liegt, nahmen die Gebühren für Schweizer:innen um rund 13% und für Bildungsausländer:innen um 55% zu. Heute liegen die Gebühren für erstere zwischen CHF 500 und 1’000 pro Semester, für letztere oft deutlich höher, zwischen CHF 500 bis zu 5’000 pro Semester.

Ein Blick auf die aktuelle und künftige Situation zeigt ein heterogenes Bild: Acht Hochschulen lehnen Gebührenerhöhung im Zusammenhang mit dem EP27 ab, während ein Grossteil der anderen Institutionen noch die politischen Entscheide abwarten. Gleichzeitig gehen die Hochschulen davon aus, dass die Kürzungen zu Budgetanpassungen und Sparmassnahmen führen werden. Deren konkrete Ausgestaltung ist meist noch offen, negative Auswirkungen auf die Qualität von Lehre und Forschung sind jedoch absehbar.

Aus Sicht der Studierenden ist zu begrüssen, dass mehrere Hochschulen eine Erhöhung der Studiengebühren im Zusammenhang mit dem EP27 ablehnen. Denn, wie Co-Präsidentin Klara Sasse warnt: „Steigende Studiengebühren und Sparmassnahmen gefährden die Chancengleichheit im Hochschulzugang und verschärfen soziale Ungleichheiten“. Bildung darf nicht vom finanziellen Hintergrund abhängen. Statt zusätzlicher Belastungen für Studierende braucht es eine verlässliche öffentliche Finanzierung der Hochschulen.

Vor diesem Hintergrund fordert der VSS:

  • Keine Erhöhung der Studiengebühren an Schweizer Hochschulen.
  • Starkes Engagement des Bundes und der Kantone für eine starke öffentliche Finanzierung von Hochschulbildung.
  • Keine verdeckten Mehrbelastungen für Studierende, etwa durch zusätzliche Gebühren ausserhalb der regulären Studiengebühren.

Die Umsetzung und Kompensierung des EP27 wird für die Zukunft der Hochschulfinanzierung in der Schweiz wegweisend sein. Der VSS wird sich weiterhin konsequent gegen zusätzliche finanzielle Belastungen für Studierende einsetzen. Mehr Informationen und detaillierte Ergebnisse der Umfrage finden sich im zugehörigen Factsheet.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS)

Klara Sasse                                                         Carlotta Ehrenzeller
Co-Präsidentin                                                  Co-Generalsekretärin
+41 76 336 47 11                                                  +41 31 382 11 71
klara.sasse@vss-unes.ch                               gs-sg@vss-unes.ch

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