Ja zur Stipendieninitiative – indirekter Gegenvorschlag genügt den Studierenden nicht

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Medienmitteilung des VSS vom 14.12.14Am heutigen Sonntag hat die Delegiertenversammlung des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ohne Gegenstimme beschlossen, die Stipendieninitiative aufrechtzuerhalten. Die Initiative will, dass die 26 kantonalen Stipendienwesen harmonisiert werden. Heute unterscheiden sie sich massiv, so dass in jedem Kanton andere Regeln beim Zugang zu Stipendien gelten. Das ist unfair.

Die heutige, kantonale Stipendienvergabe ist unfair, weil zum Beispiel eine Studentin aus Nidwalden eine viel kleinere Chance auf ein Stipendium hat und viel weniger Unterstützung erhält als ein Waadtländer Student, selbst wenn beide an der Berner Fachhochschule studieren und ihre Familien gleich wenig Geld haben. Der indirekte Gegenvorschlag löst das Problem der unfairen Stipendienvergabe nicht. Er gibt den Kantonen nur ein paar Grundregeln vor, welche Personen überhaupt Stipendien beziehen können. Die unfairen Unterschiede zwischen den Kantonen bleiben dabei aber bestehen. Deshalb hat sich die Delegiertenversammlung des VSS ohne Gegenstimme entschieden, die Initiative aufrechtzuerhalten. Die rund 100 anwesenden Studierenden sehen keine Vorteile im Gegenvorschlag. Im Gegenteil: Nur mit der Stipendieninitiative gibt es eine Chance für ein faires Stipendienwesen.

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